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Druckdatum: 22.08.17

Vier Gründe, warum SAP ERP mit SAP Hybris unschlagbar ist

SAP Hybris und SAP ERP
Seit dem Kauf von Hybris durch SAP vor ziemlich genau vier Jahren sind die beiden Systeme SAP ERP und SAP Hybris zu einem leistungsstarken Duo zusammengewachsen. Unternehmen, die SAP ERP im Einsatz haben, sollten bei der Digitalisierung Ihres Vertriebs die Vorteile von Hybris im Vergleich zu Drittsystemen genau prüfen. Gerade wenn sie im B2B-Geschäft tätig sind: In diesem Bereich sind die Prozesse meistens komplexer als im B2C-Bereich. Von kundenindividueller Preisfindung, Availability to Promise, individueller Produktgestaltung – Stichwort Configure-to-Order (cto), Make-to-Order (mto) und Engineer-to-Order – bis hin zur Statusnachverfolgung im Self-Service-Bereich: B2B-Kunden erwarten umfassende Online-Leistungen, die mit Drittsystemen schwierig abzubilden sind.  

1)     Individuelle Preise

Das B2B-Geschäft ist komplex! Ein Beispiel: Kunde A hat ein Kontingent verhandelt; Kunde B bezahlt für dasselbe Produkt zwar einen höheren Preis, hat dafür aber auch feste Lieferzusagen. Dafür kann Kunde A entscheiden, ob er das Produkt vom lokalen Werk für geringere Frachtkosten oder interkontinental gegen einen Aufschlag beziehen möchte. Wichtig ist, dass die Transparenz für den Kunden über alle Kanäle hinweg gewährleistet ist. Egal ob im Service-Center, im Kundenberatungstermin oder im Online-Shop. Dafür braucht es eine nahtlose Integration vom Online-Shop ins ERP. Das funktioniert mit SAP ERP und SAP Hybris besonders gut. In B2B-Szenarien bietet es sich an, dass Kunden nach dem Login ihre individuellen Preise und Vereinbarungen einsehen. Dafür bedarf es eines leistungsstarken ERP-Systems, das den zusätzlichen Nachfragen aus dem Online-Shop gewachsen ist. Auf jeden Fall sollte bei diesem Szenario ein Plan B für die eingeschränkte Verfügbarkeit des SAP Backends, zum Beispiel durch geplante Wartungen, vorbereitet sein. Dann sollten Standardpreise in Hybris hinterlegt sein, auf die das System im Notfall zugreifen kann. Diese werden nach der Bestellung mit den Konditionen im ERP abgeglichen – und der Kunde, wenn nötig, über die Preisabweichung informiert. Wenn die Preise pro Kunde keinen großen Schwankungen unterliegen, können die Daten auch asynchron ins Hybris repliziert werden. Die Kundenpreise werden einfach in regelmäßigen Abständen in den Online-Shop übertragen. Das verringert den Druck auf das ERP-System – bei relativ statischer Preispolitik ein bedenkenswerter Weg.  

2)     Lagerbestandsmonitoring

Lagerung ist im B2B-Bereich ebenfalls ein wichtiges Thema. Manchen Kunden muss stets ein bestimmtes Kontingent zur Verfügung stehen – dafür bezahlen sie in der Regel einen höheren Stückpreis. Andere hingegen können nur auf die Standard-Lagerbestände zurückgreifen. Kunden erwarten die Angabe über Lagerbestände auf der Produktdetailseite. Auch dafür muss eine nahtlose Integration in das ERP gegeben sein. Wenn diese Information komplex abzubilden ist – zum Beispiel, wenn die Lager auf viele verschiedene Standorte verteilt sind – dann kann diese Angabe in den Warenkorb-Bereich weichen. Das reduziert die Anzahl der Anfragen. Im Warenkorbbereich geht von Hybris aus eine Anfrage über verfügbare Mengen und Liefertermine an das ERP. Diese Information wird dem Kunden somit noch vor der Bestellung angezeigt. Das reduziert die Last auf das ERP und beschleunigt das Shop-System.  

3)     Produktkonfiguration

Im B2B-Geschäft werden viele Produkte kundenspezifisch hergestellt. Die Konfiguration der Produkte kann online erfolgen, sofern der Online-Shop nahtlos ins ERP integriert ist. Mit SAP ERP und SAP Hybris ist das der Fall. Kunden konfigurieren ihre Produkte ganz einfach gemäß der im ERP hinterlegten Spezifikationen. Unmögliche Kombinationen werden vom System gar nicht erst ausgespielt. Das bedeutet weniger Arbeit für den Kundenbetreuungsdienst – und Kunden schätzen den besonderen, 24/7 verfügbaren Service. Darüber hinaus gibt es auch Möglichkeiten für das sogenannte Engineer-to-Order. Hierbei werden mittels spezieller Prozesse Kombinationen ermöglicht, die noch nicht im ERP hinterlegt sind.  

4)     Bestelldetails

Auch nach der Bestellung zeigt das Duo SAP ERP mit SAP Hybris seine Stärken. Kunden können im Online-Shop den Status ihrer Bestellung einsehen. Dafür starten sie im Online-Shop eine Anfrage, die auf die Daten im ERP zurückgreift und sie ihnen spiegelt. Wichtig an dieser Stelle ist jedoch, dass die Daten aus dem ERP für den Kunden übersetzt werden. Denn im ERP liegen viele interne Statusbezeichnungen vor, die für den Kunden nicht relevant oder aussagekräftig sind.   Die nahtlose Integration von SAP ERP und Hybris, an der Experten beider Firmen seit nun vier Jahren arbeiten, zahlt sich aus. Besonders bei anspruchsvollen Prozessen, wie man sie aus dem Bereich B2B kennt. Einen Tipp möchte ich Ihnen noch auf den Weg geben: vermeiden Sie beim Setup ihres neuen Online-Shops wenn auch immer möglich, die Daten zu duplizieren. Das verursacht aufwendige Synchronisationsprozesse und verbirgt ein höheres Risiko als an der technischen Verbindung der beiden Systeme zu feilen. Am besten greifen Sie einfach standardintegrierte Systeme zurück.
Patrick Hey

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Patrick Hey

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